Kreis hat ehrenamtlich Aktive mit dem Freiwilligenförderpreis 2016 geehrt

Zum achten Mal hat der Oberbergische Kreis die Auszeichnung verliehen, um das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu würdigen und zu fördern

Oberbergischer Kreis. Mit dem Freiwilligenförderpreis zeichnet der Oberbergische Kreis seit 2001 Menschen aus, die sich freiwillig in den Bereichen Soziales und Gesundheit engagieren. In diesem Jahr würdigte der Kreis Ehrenamtler, die sich das Ziel gesetzt haben, die Familien im Oberbergischen zu stärken und zu unterstützen. 13 Vorschläge wurden bis Mitte August 2016 eingereicht.

Die Entscheidung aus den Nominierten drei Preisträger zu bestimmen, ist der Jury nicht leichtgefallen. In seiner Rede zur Feierstunde würdigte Landrat Jochen Hagt daher das ehrenamtliche Engagement insgesamt: "Ich möchte betonen, Sie alle, egal ob Sie zu den Preisträgern gehören oder nicht, sitzen hier stellvertretend für das vielfältige und großartige Engagement von ehrenamtlich Tätigen im Oberbergischen Kreis ... Allen Beteiligten ist dabei bewusst, dass die heutige Feier bei weitem nicht das aufwiegen kann, was Sie für uns und die Menschen in unserem Kreis leisten!"

Im Rahmen der Preisverleihung betonte Landrat Jochen Hagt, dass die Preisverleihung eine Bestätigung für freiwilligen gesellschaftlichen Einsatz ist und auch dazu diene, andere davon zu überzeugen, "wie wertvoll ehrenamtliches Engagement sein kann."

Den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis konnten die Vertreterinnen der Flüchtlingsinitiative "WippAsyl" in Wipperfürth entgegennehmen. Die Initiative wurde vor 2 Jahren gegründet und ist aus der Idee entstanden, in Wipperfürth ankommende Flüchtlinge durch ehrenamtliche Paten willkommen zu heißen und zu unterstützen. Neben einem Sachspendendepot, mit Kleidung und Haushaltswaren, hat die Initiative inzwischen einen "WippPoint" eingerichtet. Diese Anlaufstelle bietet Raum für Begegnungen zwischen Wipperfürthern und Migranten und auch die Büroarbeit wird hier erledigt, berichtet Regina Billstein von "WippAsyl".

Den 2. Preis (mit 750 Euro dotiert) hat die Kindertrauergruppe des ambulanten Johanniter-Hospizdienstes für Morsbach, Reichshof und Waldbröl erhalten. Die Kindertrauergruppe wurde 2005 von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V gegründet, um Kindern im Südkreis, in deren Familie jemand verstorben ist, besonders zu unterstützen. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation sind. In Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten tauschen sich die Kinder untereinander aus; unterstützt von ausgebildeten ehrenamtlichen Trauerbegleitern des Ambulanten Hospizdienstes.

Die Gummersbacherin Jutta Becker hat den diesjährigen dritten Freiwilligenförderpreis (250 Euro) erhalten. Seit 1966 ist sie im VFL Gummersbach aktiv, und war stellvertretende Jugendwartin, Vize-Vorsitzende und Geschäftsführerin. Obwohl Jutta Becker 2006 in den Ruhestand ging, kümmert sie sich noch immer um die Belange der Bundesligaspieler und organisiert Wohnungen und Kindergartenplätze.  Darüberhinaus betreut Jutta Becker aktuell drei Gummersbacher Flüchtlingsfamilien. Vor drei Jahren gründete Jutta Becker einen Handarbeitskreis im evangelischen Altenheim in Bergneustadt. Zusätzlich handarbeitet sie im Haus Grotenbach in Gummersbach mit Seniorinnen. Die Handarbeiten werden an soziale Einrichtungen verschenkt.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger freuten sich über die Auszeichnungen, nicht zuletzt als eine Bestätigung für ihr wichtiges Engagement, so Landrat Jochen Hagt. "Ehrenamtlich Tätige sind der Motor, der unsere Gesellschaft und das Miteinander am Laufen hält." 

 

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