Der Preis der Preisgabe unserer Daten

Das Zauberwort: Industrie 4.0 ist in aller Munde, doch was verbirgt sich dahinter? Das Bundesministerium für Forschung und Bildung sagt dazu: „Die Wirtschaft steht an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Durch das Internet getrieben, wachsen reale und virtuelle Welt zu einem Internet der Dinge zusammen. Mit dem Projekt Industrie 4.0 wollen wir diesen Prozess unterstützen.“

Beginnen wollen wir mit einem kleinen Rückblick: Am 09. Februar 2016 war der Safer Internet Day. Dieser Aktionstag geht auf das Safer Internet Programm zurück - eine Initiative der Europäischen Union und des europäischen Netzwerkes der EU, INSAFE (Internet Safety for Europe) - und wurde1999 gestartet. INSAFE hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit im lnternet zu erhöhen. In Deutschland findet er seit 2008 jährlich am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monatsstatt und wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz getragen. Die Zielrichtung dieses Tages gilt dem Thema der „Sicherheit im Internet“ und in den neuen Medien mehr Aufmerksamkeit zu schenken. International stand der Safer Internet Day diesmal unter dem Motto "Play your part for a better Internet", wobei auf die Gefahren, aber auch Potenziale des Netzes im Rahmen zahlreicher Aktionen aufmerksam gemacht wurde. Damit untrennbar verbunden ist auch das Thema der Privatsphäre in der Online-Welt. Angesichts der globalen Datenverarbeitung wird der Schutz des Privaten immer wichtiger.

Bundesjustizminister Heiko Maas warnte in diesem Zusammenhang vor dem ganz speziellen Datenhunger der Krankenkassen. So eröffnete die Auswertung der sogenannten Fitness-Trackern, wie die Herzfrequenz, die Geschwindigkeit beim Joggen oder die Häufigkeit des Trainings im Fitnessstudio,  die Möglichkeit besondere Tarife anzubieten. Für Freizeitsportler sind diese Informationen für das Training sinnvoll. Doch sollten sie auch bei diesen verbleiben und jeder über diese sensiblen Daten frei und selbstbestimmt entscheiden können. "Mit dieser Freiheit ist es nicht weit her, wenn Krankenkassen Tarifmodelle entwickeln, bei denen Sie den günstigen Tarif nur dann bekommen, wenn Sie einwilligen, dass Ihre kompletten Gesundheitsdaten ständig übermittelt werden", warnte Maas.  Damit würden die Menschen "zum reinen Objekt eines Algorithmus". Man kann immer wieder nur dazu raten, wach und aufmerksam zu bleiben für das, in welchem Verhältnis das man preisgibt zu dem steht, was man bekommt! Es gibt aber auch ganz einfache, aber nicht minder wichtige Tipps, die mit der täglichen Handhabe des PC zu tun haben.

Der deutsche Virenjäger Avira hat  zum Safer Internet Day Tipps für mehr Sicherheit am PC veröffentlicht. Hier die Wichtigsten:

  • Immer nur mit Virenschutz arbeiten: Egal, ob am PC oder am Smartphone: Ein Virenscanner sollte auf keinem Gerät fehlen, das sensible Daten enthält.
  • Software regelmäßig aktualisieren: Alle verwendeten Programme, sollten stets auf dem aktuellen Stand sein. Deshalb die Update-Benachrichtigungen nicht einfach wegklicken, sondern aufrufen!
  • Geduldig bleiben: Virenscanner bremsen das System, weil die Sicherheitssoftware im Hintergrund nach verdächtigen Aktivitäten sucht. Auch, wenn der PC dadurch etwas langsamer ist, sollten die Scans nicht abgebrochen werden.
  • Kein Admin für alle Fälle: Nur ein Administratorkonto am PC ist so bequem wie gefährlich. Die Verantwortung sollte immer auf mehrere Schultern verteilt werden.
  • Nicht jede Werbung anklicken: Werbung ist im Netz omnipräsent, kann aber auch zur Lieferung von Adware oder für Phishing- Angriffe missbraucht werden. Bei Klicks auf Werbung Vorsicht walten lassen.
  • Kommunikation verschlüsseln: Gerade bei Nutzung fremder WLAN- Netzwerke, sollten die Daten nie unverschlüsselt übertragen werden, man weiß schließlich nie, wer mitliest. Beim Surfen empfiehlt sich deshalb die Nutzung des verschlüsselten HTTPS- Standards.

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